Mitglieder-Bulletin 01/2011

Em President sini Meenig
Mit dem Rahmenkredit für den Neubau des Alterszentrums stimmen wir an der kommenden Landsgemeinde über ein wichtiges, aber auch etwas heikles Geschäft ab. Der Bedarf ist wohl unbestritten, mit der Wahl des Vorgehens hat aber die Standeskommission einen neuen, mutigen und vielleicht auch etwas riskanten Weg beschritten, der meines Erachtens jedoch unsere volle Unterstützung verdient. Mit einer Ablehnung der Vorlage wäre niemandem gedient. Wir brauchen diesen Neubau dringend, je schneller umso besser! Diskussionen über die Architektur, über Einteilung, Raumhöhen oder Korridorbreiten können wohl gemacht werden, sind aber in der jetzigen Phase noch zu früh und dürfen nicht als Stolperstein für die Vorlage missbraucht werden. Vertrauen wir auf unsere Regierung, dass sie mit den gut 20 Millionen Steuergeldern ein zweckmässiges, heimeliges und nachhaltiges Alterszentrum bauen lässt!

 

Kandidatur Säckelmeister
Nach intensiver Suche können wir Ihnen mit Grossrat Thomas Rechsteiner einen unserer Wunschkandidaten zur Nomination vorschlagen. Thomas Rechsteiner ist 40 Jahre alt, verheiratet, Vater von 3 Kindern und ist seit 2005 sehr engagiertes Mitglied im Grossen Rat. Mit seinem bisherigen beruflichen Werdegang sowie seinen diversen Ausbildungen im Bereich Finanzen wie auch Mitarbeiterführung verfügt er über ideale Voraussetzungen als Säckelmeister. Detaillierte Angaben über Thomas Rechsteiner können Sie der Presse entnehmen sowie hier  entnehmen.

 

Landsgemeindeversammlung
Am Mittwoch, 6. April findet die Landsgemeindeversammlung des Kantonalen Gewerbeverbandes statt. Beginn ist um 19.30h, voraussichtlich im Hotel Säntis, allenfalls im Hecht. Über den definitiven Versammlungsort werden wir Sie via Mail und Presse informieren. Nebst der offiziellen Vorstellung und Nomination unseres Kandidaten zum Säckelmeister können Sie sich aus 1. Hand von unseren Standeskommissionsmitgliedern über die Landsgemeindegeschäfte informieren lassen. Natürlich besteht auch die Möglichkeit für Fragen und Diskussionen. Reservieren Sie sich bitte den 6. April, wir freuen uns auf Ihre Teilnahme! Und wie üblich sind auch Ihre Angehörigen herzlich willkommen zu dieser Versammlung.

 

Wahlen
An den Bezirksgemeinden vom 8. Mai wird der Grosse Rat neu gewählt. Was sich in Vorjahren schon gezeigt hat, bestätigt sich auch 2011: Bei den im 4-Jahresturnus stattfindenden Gesamterneuerungswahlen häufen sich die Rücktritte aus den politischen Gremien. Für den Vorstand des KGV bedeutet dies immer eine besonders grosse Herausforderung, um die Vakanzen mit Persönlichkeiten aus unseren eigenen Reihen füllen zu können. Wir sind dabei darauf angewiesen, dass sich einerseits unsere Mitglieder für eine Tätigkeit zugunsten der Öffentlichkeit zur Verfügung stellen, andererseits müssen wir alle dafür sorgen, dass diese Personen dann auch gewählt werden. Deshalb rufe ich Sie einmal mehr auf: Stellen Sie sich zur Verfügung! Unser Staatssystem funktioniert nur, wenn wir bereit sind, uns dafür zu engagieren. Unterstützen Sie unsere Kandidaten an den diversen Gemeinden, wir zählen auf Sie!

 

Nationalrat Arthur Löpfe
Nach 12 Jahren engagierter Tätigkeit im eidg. Parlament hat unser Nationalrat Arthur Löpfe Anfang Jahr bekanntgegeben, dass er nicht für eine weitere Legislatur zur Verfügung stehen wird. Der Gewerbeverband wird eine Würdigung seiner grossartigen Tätigkeit zu einem späteren Zeitpunkt vornehmen. Den Beweis für den grossen Einsatz Turis zugunsten der Wirtschaft und damit auch des Gewerbes lieferte mitte Januar der Schweizerische Gewerbeverband mit einem Rating über das Abstimmungsverhalten. Untersucht wurden 386 Abstimmungen im Nationalrat bzgl. Gewerbefreundlichkeit. Arthur Löpfe belegt von den 200 Nationalräten den sehr guten Platz 23 und ist damit als CVP-Vertreter –leider- allein auf weiter Flur. Am 23. Oktober 2011 sind die Erneuerungswahlen und damit für Innerrhoden auch die Ersatzwahl für Turi Löpfe. Selbstverständlich werden wir vom Gewerbeverband alles daran setzen, wiederum einen Vertreter aus unseren Reihen zur Wahl vorschlagen zu können.

 

Freizeitarbeiten Ausstellung in Waldstatt 8./9./10. April 2011
Regina Stadler Die Kommission für Freizeitarbeiten AR / AI, sowie der örtliche Organisator (Gewerbeverein Waldstatt) freuen sich, Sie zur diesjährigen Freizeitarbeiten- Ausstellung der Appenzeller Lehrlinge beider Appenzell einzuladen. Wir sind überzeugt, dass sich der Besuch der Ausstellung auch in diesem Jahr wieder lohnt, werden doch wieder rund 200 Lernende ihre weitgehend in der Freizeit hergestellten Arbeiten und Kreationen aus Beruf und Hobby präsentieren. Die Gemeinde Waldstatt stellt ihre Infrastruktur im Mehrzweckgebäude zur Verfügung und der Gewerbeverein ist verantwortlich für das Rahmenprogramm. Ein Ausstellungsrestaurant bietet Gelegenheit für gute Gespräche für Jung und Alt. Die Organisatoren freuen sich auf eine grosse Besucherzahl während der Ausstellungstage. Weitere Informationen können Sie aus dem beiliegenden Flyer entnehmen oder unter www.freizeitarbeiten.ch. 

 

Zum Schluss noch dies
Die fast schon apokalyptisch anmutenden Ereignisse in Japan machen betroffen und ohnmächtig. Unvorstellbare Verwüstungen durch Erdbeben und Tsunami werden noch übertroffen durch eine Atomkatastrophe, deren Auswirkungen von niemandem wirklich eingeschätzt werden können. Stellen Sie sich vor, wir wären von einem solchen Super-Gau betroffen und müssten für Jahrzehnte Hals über Kopf Haus, Geschäft aber auch das ganze soziale Netz verlassen. Oder auf der anderen Seite: Eine solche Sperrzone würde beispielsweise im Raume Wil enden und die Evakuierten aus dem Grossraum Zürich würden zu uns drängen. Genau dieses Szenario wird nun für Tausende Japaner diesseits oder jenseits der Sperrzone schreckliche Wirklichkeit. Auch wenn wir glücklicherweise nicht direkt betroffen sind und auch kaum gesundheits-gefährdender Strahlung ausgesetzt sein werden: Diese Katastrophe wird nicht spurlos an uns vorübergehen. Die ganze Diskussion über die Energiebeschaffung steht unter völlig neuen Vorzeichen, ein Umdenken scheint unumgänglich. Nur hat bisher niemand taugliche Alternativen, die dem stets steigenden Energieverbrauch gerecht werden. Ich gehe davon aus, dass künftig Energiesparen eine noch grössere Bedeutung erhält als bisher.

 

Mit herzlichen Grüssen
Albert Manser, Präsident